( Foto: © Andreas Radosewic · RadoArt-Media )


Seit heute morgen (6. September) begleitet die Polizei in Dortmund eine Aktion der Stadt Dortmund und der Quartiersdemokraten zur Beseitigung rechter Schmierereien an der Emscherstraße.

Neben Herbert Reul machte sich auch der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange, sowie Vertreter der Stadt Dortmund ein Bild vor Ort.

Eine Gruppe von Graffiti-Künstlern hatte sich sofort dafür begeistern können, die Nazi-Schriftzügen zu übersprühen. Und das, obwohl die ganze Aktion nicht völlig ungefährlich zu sein scheint.

Um unerkannt zu bleiben, verhüllten sich die Künstler von Kopf bis Fuß in ihren Schutzanzügen. Außerdem werden sie derzeit bei ihrer Arbeit permanent von der Polizei geschützt.

Dass die Aktion auch unter Anhängern der rechtsradikalen Szene auf Interesse stößt, zeigt sich deutlich: Die ganze Aktion wurde von ihnen gründlich dokumentiert. Augenscheinlich Rechtsradikale fotografierten dabei nicht nur Polizisten und Graffiti-Künstler, sondern auch die anwesende Presse.

Seit Jahren prangen an Hauswänden der Emscherstraße aufgesprühte Nazi-Parolen. Nicht nur Anwohner aus Dorstfeld sind die Schriftzüge ein Dorn im Auge, auch der Eigentümer des Hauses, an dessen Fassade die Künstler heute hauptsächlich arbeiten, unterstützt die Aktion.

Mit der Aktion will Dortmund ein Zeichen gegen Rechtsextremismus, Intoleranz und Fremdenhass setzten. Immer wieder präsentiert sich die Stadt bewusst als eine weltoffene, vielfältige und demokratische Stadt.

Der Reinigungsaktion stattete auch der Innenminister NRW, Herbert Reul, den Künstlern, den Initiatoren und der Polizei einen Besuch ab. „Den Neo-Nazis darf man keinen Millimeter Raum geben„, sagt Reul.

Auch wenn allen Beteiligten der Aktion bewusst ist, dass das Übersprühen der Parolen nicht lange bestand haben wird, setzt die Aktion doch ein deutliches Zeichen gegen Nazis in Dortmund.